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Weltenbummler
09 Mai 2007 @ 00:14
Al Gromer Khan

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zum reinhören

Sufi
mit Dank an Ariom.Ru

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Al Gromer Khan ist ein deutschstämmiger Sitarmeister und wurde mit elf bestverkauften Alben ausgezeichnet. Seine einmaligen Auftritte, die er selbst als Paisley Music bezeichnet “traditionelle indische Melodien verbunden mit elektronischem Ambiente eines Keyboards” haben ihm zu internationalem Ruhm verholfen.

Al Gromer Khan , has built many soundscapes from his cross-cultural virtuosity. For Sufi, he relies heavily on Indian acoustic instruments and contemporary electronics. The CD is based on the intense poetry of the Sufi and the purity of their spirituality. Khan was deeply influenced by the teachings of Ustad Vilayat Khan and his demonstration of how a small fragment of music begets new realities. He embraces Sufism that works from direct experiences and allows it to affect his music - deeply. This gentle soundscape is very subtle. The atmospheres are vacuous and large; Al Gromer Khan's sound design is flawless. The music builds and collapses upon itself continuously. Deep listeners will be fascinated by the depth of the journey. The unique soundscape will appeal to fans of David Parsons, Jalan Jalan, and Angelo Riccardi. It was a finalist in the New Age Voice 2001 music awards - deservedly so.


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God Perfume 2
mit Dank an Ariom.Ru

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Das „göttliche Parfüm“ entfaltet seinen betörenden Duft nur in den geheimnisvollen Stunden der Nacht. Musik für die Dunkelheit, für die Begegnungen von Seele zu Seele. Für die Liebhaber des Außergewöhnlichen!

The God Perfume II is traditional ambient music mixed with elements of the far east. Khan uses traditional ambient elements, such as droned synthesizer chords and drowned beats, mixing them with things such as the sitar and heavenly female vocals. Khan's music is comparable to a lot of the ambient music that follows in the same vein, however in some unexplainable way, Khan's music seems more authentic.


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Monsoon Point

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Die Musik von Monsoon Point trägt die Schwingungsfrequenz von göttlicher Gnade. Al Gromer Khan und Amelia Cuni haben ein spirituelles Meisterwerk mit absoluter Tiefenwirkung geschaffen, welches voller Leidenschaft und unbändiger Kraft die fundamentale Schönheit des Menschseins zelebriert.


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Space Hotel

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Sieben moderne Dervish Tänze.
Ein neuer Klangteppich, der den Zuhörer in eine andere Welt trägt. Al Gromer Khan, ein Pionier im Bereich der Sphären- und Weltmusik in der Tradition von Brian Eno.



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Weltenbummler
28 April 2007 @ 00:09
Schäl Sick Brass Band
mit Dank an http://babeblogue.blogspot.com/

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Manchmal geben Frauen die Richtung an und haben doch das Steuer nicht in der Hand. So ist es auch bei der Schäl Sick Brass Band aus Köln, der aktuell wichtigsten Weltmusik-Formation aus Deutschland. Ihre erste Sängerin Maryam Akhondy kam aus dem Iran, also spielte man viel Persisches. Dann rückte die Bulgarin Iwanka Iwanowa nach, prompt steht bei der frisch erschienenen CD „Maza Meze“ ganz der Balkan im Vordergrund. Viel zu sagen haben die Front-Frauen der Schäl Sick Brass Band aber nicht. Alle relevanten Entscheidungen trifft Raimund Kroboth. Er ist der unumstrittene Chef der neunköpfigen Bläsergruppe.

„Sie suchte ein Orchester, ich hatte eines, also lud ich sie ein“, so kam Maryam Akhondy Mitte der 90er-Jahre zur Schäl Sick Brass Band. Im Iran hatte sie klassischen Gesang studiert, doch unter dem Mullah-Regime war weiblicher Sologesang verpönt. Jetzt lebte sie in Köln und zur ersten Probe hatte Raimund Kroboth gleich ein iranisches Stück arrangiert. „Sie sagte ‚Schön, schön', doch vermutlich war es für sie ein Graus“, erinnert sich Kroboth. Denn im Iran führen die Orchester keine Blechbläser, sondern Geigen, die Langhalslaute Oud und feinsinnige Handpercussion. Mangels Alternative blieb Maryam Akhondy aber vier Jahre als Sängerin bei Kroboth und seinen weltmusikalischen Blasmusikexperimenten.
Auch ihrer Nachfolgerin Iwanka Iwanowa war das Experimentelle nicht gerade in die Wiege gelegt. Sie hatte bislang eher biedere bulgarische Volksmusik gemacht. Doch sie ist froh, dass sie in Deutschland mit ihrer Musik überhaupt Geld verdienen kann. Und Kroboth ist dankbar, dass sie nicht so kompliziert ist wie Maryam Akhondy. „Wenn ich etwas Persisches umarrangiert habe, versuchte Maryam immer zu retten, was noch zu retten war. Iwanka dagegen stellt sich einfach hin und singt, und wenn es sein muss, rappt sie sogar“, freut sich Kroboth. Allerdings tritt auch die Bulgarin gerne im Trachtenkleid auf, wie um zu betonen, dass sie für die wilden Arrangements nicht verantwortlich ist. Für das Publikum wirkt diese Distanzierung allerdings eher wie ein weiteres ironisches Detail in Kroboths stilistischem Gesamtplan. Auch die übrigen Musiker – fünf Bläser und zwei Perkussionisten, allesamt deutsch und männlich – behandelt Kroboth nicht anders. Er ist der Chef, das erkennen alle an, und der musikalische Output spricht ja wirklich nicht gegen diese Arbeitsweise. Bemerkenswert sind die Machtverhältnisse eher, weil die Schäl Sick Brass Band von manchen Journalisten als „große multi-ethnische Familie“ verstanden wird. Richtig ist das wohl nur, wenn man ein sehr patriarchales Familienverständnis hat.
Maza MezeDie meisten multikulturellen Einsprengsel, wie der deutsch-nigerianische Rapper Adegoke Odukoya oder der ägyptische Popsänger Mohamed Mounir, gehören ohnehin nicht zur Band, sondern sind nur Gäste (um nicht „Gastarbeiter“ zu sagen). Das Prinzip ist einfach: Wer Raimund Kroboth inspiriert, wird zur Zusammenarbeit mit der Kölner Diskursblasmusik eingeladen. Die CDs der Schäl Sick Brass Band sind daher noch bunter als ihre Konzerte.
Auf der Bühne wirkt Kroboth dagegen wie der bescheidenste Bandleader aller Zeiten. Schüchtern sitzt er an der Seite und spielt die Waldzither, ein altböhmisches Zupfinstrument, das man nur selten unter den Powerbläsern hervorhört. Dass er der „musikalische Direktor“ der Gruppe ist, sieht man am besten, wenn er seine schwarz-rote Samtkrone aufsetzt. „Die Krone habe ich in Mainz beim Open-Ohr-Festival gekauft“, erzählt Kroboth, „wir mussten bei acht Grad in der Kälte spielen und die Krone war am Samtmützenstand noch das Unauffälligste!“



Worldmusic made in Cologne, Volksmusik und Folklore aus unbekannten Landen und Ethnopop - das ist eine gewagte Mischung, mit der die Schael Sick Brass Band seit 1994 für viel Spannung im Musik -Business sorgt. Mit "Maza Meze" geht es nun schon zum dritten Mal musikalisch angehaucht in Richtung Balkan. Ein bißchen Hobbythek in Sachen Soundverarbeitung - so mag der ein oder andere denken, der sich zum ersten Mal mit der Schael Sick Brass Band auseinandersetzt. Nicht ganz falsch. Ihre Musik beinhaltet ein Vielzahl an Rhythmen und Sounds. So arabische Melodien, karibische Klänge, Funk, Rap, bulgarische Elemente, griechische Einflüsse, bayrisches, Musik aus Ghana und vieles mehr.
"Maza Meze" - die "gemischte Vorspeisenplatte" - also von allem etwas. Sehr bezeichnend. Viel Gebläse, eine äußerst kehlige Sängerin, ekstatische Percussionisten - ihr Stil ist schwer einzuordnen. Man muß die Musik lieben, bzw. lieben lernen.
"Global denken - lokal Blasen", so Raimund Kroboth, Kopf der Band; nach diesem Motto geht es ganz weit nach vorne.
Vielleicht wieder so weit wie bei den Vorgängern. Dreimal European World Music Charterfolg und Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Instrumentales Feingefühl und Experimentierfreude.


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Maza Meze
 
 
Weltenbummler
27 April 2007 @ 23:52
GUEM
mit Dank an L'ARBRE DE LES 1000 MUSIQUES

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Guem wurde in Batna (Algerien) am 9. März 1947 geboren als Sohn einer Nigerianischen Familie. Er spielte bereits in jungen Jahren die traditionelle Musik des Trance. 1973 gab Guem sein erstes Album heraus mit dem Titel "Percussions Africaines". 1978 folgte ein weiteres Album von Guem & Zaka, aufgenommen mit seinen Schülern des Amerikanischen Kulturzentrums, mit dem er enormen Erfolg hat. Nach einer 25jährigen Karriere hat Guem bereits über 20 Alben produziert und gilt weltweit als einer der besten und interessantesten Perkussionisten.


**Guem: Compilation. Voix d’Afrique
*Guem et Zaka: Best of Percussion. Voix d’Afrique
*Guem: Clair de Lune. Voix d’Afrique
**Guem et Zaka Percussion. Le Chant du Monde
(Letzte fast identisch mit „Compilation“)

Ein Algerier nigerianischer Abstammung, der sich in Paris mit Trommelunterricht eine goldene Nase verdient hat und unter langweiligen diese drei schönen Platten gemacht hat. Alles rein instrumental, sehr schöne Trommelgrooves, sehr gut tanzbar. Achtung: Andere CD's von ihm und der Gruppe Zaka ohne ihn sind nicht so gut oder langweilig und nicht empfehlenswert!


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O universo Ritmico 1981
 
 
Weltenbummler
27 April 2007 @ 23:26
Ganga Giri
mit Dank an Ariom.RU

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Das Didgeridoo mal völlig anders. Zusammen mit stampfenden Rythmen, Trommeln, und sonstigen Percussion-Instrumenten könnte man manche Tracks aus dieser CD auch in der Disco spielen. Haben teilweise fast einen Techno-artigen Beat. Reißen mit.

Ganga Giri mixes red natural elements with fat tribal beats and dirty funky bass lines to create a unique tribal-technological deep earth dance experience. Explosive and pulsating, at times ambient and flowing, the music is a pumping percussive multi-layered experience of complex grooves and raw, deep natural sound. Ganga himself is a rhythmic didjeridu virtuoso and percussionist-- an inspired music creator who's passion brings people together in celebration of nowness in newness, a modern day corroberre for all!

Representing key elements and inspirations of Australia now, the shows are a modern/primitive multi-cultural celebration, a ‘melting pot’ unifying many musical genres and cultures, bringing audiences world-wide a reflection of today’s multicultural Australia. Ganga Giri's music has been widely & wildly appreciated by music lovers in many countries across the globe including Australia, Japan, Germany, Austria, Switzerland, Netherlands, New Zealand and the United States, igniting audiences in clubs, world music festivals and outdoor dance events. Carving a niche in the DJ dominated world of dance music, Ganga Giri is an energetic, innovative and incredibly live act.

Ganga Giri's full show blends an array of tribal percussion that includes Ganga's uniquely percussive style didj playing, congas, djembe, bougarabou, Nigerian talking drum, mbira and more-- add to this a drizzling of authentic indigenous moves with aboriginal dancers and hold on tight as Ganga Giri sends audiences through the roof.



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Tribe Vibe
Beats Around The Bush
 
 
Weltenbummler
24 April 2007 @ 12:21
Altan - Irish Folk Legends
mit Dank an Dumpz.ru





Altan gehört seit Mitte der 80er Jahre zu den erfolgreichsten Künstlern der irischen Folk Musik. Als junge Musiker übernahmen sie die Fackel von den Größen der Generation vor ihnen - von Guppen wie Bothy Band, Clannad, den Chieftains und den Dubliners. Neu war bei Altan, dass sie als Ergänzung zur Liedtradition eine starke instrumentale Komponente einfügten. Sie griffen das furiose Spiel des Donegal Geigen-Stils auf und gaben den wilden instrumentalen Tanzstücken ein zeitgenössisches Flair. Gegründet wurde Altan von Geigerin Maireád Ni Mhaonaigh und Flötist Frankie Kennedy, der 1994 leider viel zu früh starb. Doch sein Konzept wurde von den restlichen Musikern weitergeführt. Benannt hat sich Altan übrigens nach einem verwunschenen See in den Bergen nahe Schottlands.

Dominante Farbe im Altan Klang ist die glockenreine Sopranstimme von Maireád Ní Mhaonaigh, die durchaus zu getragener Melancholie und jazzigen Untertönen fähig ist. Sie verleiht den alten, zumeist gälisch gesungenen Liedern einen modernen, fast chansonhaften Charakter. Eingebettet sind die Lieder in ein kompaktes Gerüst aus Melodielinien von Fiddles und Akkordeon, rythmisch getragen von ineinander verzahnten Akkordbildern der Saiteninstrumente, die mit ihrem magischen Groove auch den letzten Zuschauer in Bewegung versetzen. Mittlerweile ist Altan eine Kultband des Irish Folk, die weit über den "Folk"-Rahmen hinaus berühmt geworden ist - ohne allerdings den Pfad der Tradition allzuweit zu verlassen. Schon ihre erste CD "Horse with a Heart" erhielt sensationelle Kritiken und brachte den Musikern den Ruf einer Superband ein, der ihnen gleich ausgedehnte USA-Tourneen ermöglichte. Die weiteren CDs, allesamt Meilensteine der New Traditional Music Irlands, dokumentieren enorme Steigerungen in Professionalität und Ausstrahlung und brachten sie auf die Billboard Hitlisten. Es folgten Auszeichnungen und Tourneen in vielen Ländern. 1996 landete die Gruppe als erste ihrer Szene einen Major Deal bei Virgin und veröffentlichte mit "Blackwater" ein weiteres grandioses Meisterwerk , das ihnen den weltweiten Durchbruch brachte. Auffallend war von da an der prägendere Einfluss des Akkordeonisten Dermot Byrne, der dem Zwei-Geigen Sound den Tastengroove beiseite stellt.

Im April 2005 veröffentlichten sie mit "Local Ground" ihr zehntes Studio Album innerhalb von zwanzig Jahren. Dieses Werk spiegelt die nicht nur musikalische Freundschaft der Musiker und zeigt dazu eine Reife, die nur nach tausenden Konzerten entstehen kann - nach Sessions in Bars ihrer Donegal Heimat, Konzerten in Clubs und Standing Ovations in großen Konzerthallen von New York, Los Angeles über Melbourne und Neuseeland bis Tokio und Peking.


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The Blue Idol
Blackwater
Another Sky
The Best of Altan: The Songs
 
 
Weltenbummler
22 April 2007 @ 20:48
Hevia

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Er hat den elektronischen Dudelsack erfunden und gilt dennoch nicht als Totengräber der asturischen Folkszene. In Spanien ist José Angel Hevia Velasco, kurz „Hevia“, bereits ein Star, jetzt will er auch bei uns bekannt werden. In Stuttgart fand sein erstes Deutschland-Konzert statt. „Tierra de nadie“ (Niemandsland) heißt die Platte, mit der er 1998 in Spanien den Durchbruch schaffte. Immerhin 600 000 mal verkaufte sich sein Gaita-Pop in einem Jahr. Seit April ist die CD auch in Deutschland erhältlich. Die Hitsingle „Busindre Reel“ läuft bereits des öfteren im Radio, richtig angesagt ist Hevia in Deutschland aber noch nicht. Kein Wunder, wer kennt in Deutschland überhaupt Asturien, wer weiß schon, dass es dort auch eine ziemlich lebendige Dudelsack-Tradition gibt?

Asturien ist eine kleine und gebirgige Küstenregion an der nordspanischen Atlantikküste. Im Westen Asturiens liegt die ebenfalls autonome Region Galicien, mit der enge kulturelle Beziehungen bestehen. Gemeinsam hat man sich in den 80er-Jahren in den Kreis der „keltischen Nationen“ eingereiht und ist seitdem neben Irland, Schottland, Wales, Cornwall, der Insel Man sowie der Bretagne mit Künstlern beim „Festival Interceltique“ in der Bretagne vertreten.

Wie das mit den Kelten in Nordspanien genau war, weiß heute eigentlich niemand. Auch sprechen weder Galicier noch Asturier eine alte keltische Sprache. Das Asturische gilt als spanischer Dialekt, während die galicische Sprache dem Portugiesischen ähnelt. Auch die Dudelsack-orientierte Musikkultur – der Dudelsack wird hier Gaita genannt – ist nur scheinbar ein Indiz für keltische Wurzeln. Tatsächlich ist der Dudelsack in ganz Europa verbreitet gewesen, auch wenn er heute vor allem mit Schottland und Irland assoziiert wird. Manche spotten, dass die nordspanischen Regionen vor allem durch das frische atlantische Klima mit den anderen keltischen Nationen verbunden seien.

Im Mittelpunkt der inter-keltischen Verbindung steht aber eher eine politische Gemeinsamkeit. Wie die anderen keltischen Nationen sind auch Asturien und Galicien Randgebiete, die sich gegen die kulturelle Hegemonie einer starken Zentralmacht wenden mussten. Zur Zeit der Franco-Diktatur waren die Regionalkulturen gegängelt, nicht zuletzt weil Asturien im spanischen Bürgerkrieg ein Zentrum der Republikaner gewesen war. Andalusischer Flamenco und Stierkampf wurden unter Franco dagegen zum nationalen Standard erklärt.

Dass sich die Gaita in Asturien überhaupt halten konnte, führt Hevia auf eine Ironie der Geschichte zurück: „Im 18. Jahrhundert hat ein Bischof verboten, in der Kirche Dudelsack zu spielen. Als daraufhin aber niemand mehr in die Kirche ging, wurde die Gaita wieder zugelassen und so quasi zum kirchlichen Instrument, das auch während der Franco-Zeit geschützt war.“

Dennoch gab es 1975, bei Francos Tod, in ganz Asturien nur noch rund 20 bis 25 Gaita-Spieler, allesamt alte Männer. Dank des nun auch in Spanien einsetzenden Folk-Booms stieg die Zahl der Spieler schnell auf heute rund 3000 an. Auch der zehnjährige José Angel Hevia begann 1977 mit Gaita-Unterricht. Dreißig Kilometer musste er jedes Mal fahren, um zu seinem Lehrer zu gelangen. Später sollte Hevia selbst maßgeblich zum Aufschwung der Gaita in Asturien beitragen.

Ab 1985 gab Hevia selbst Unterricht und wirkte im „Rat der Dudelsackspieler“ mit, der sich im Umfeld der Universität von Oviedo gebildet hat. Es entstanden sogenannte Bandas, in denen jeweils mehr als 20 Gaitas zusammenspielten. Wie die bretonischen Bagads orientierten sich diese Bandas am Vorbild der schottischen Pipebands. Während sie von Traditionalisten zuerst abgelehnt wurden, sind sie heute allgemein akzeptiert. Von den derzeit bestehenden 35 Bandas hat Hevia immerhin fünf selbst gegründet und geleitet.

Mit Freunden bildete er 1986 auch die erste asturische Folkgruppe, die eine Gaita einsetzte. Früher war der asturische Dudelsack ein Solo-Instrument gewesen. Die typische asturische Tanzbegleitung war ein Gaita-Duo mit einem Trommler. Damit die Gaita überhaupt mit anderen Instrumenten wie Akkordeon oder Flöte zusammenspielen konnte, musste sie erst an die temperierte Tonleiter angepasst werden. Fortan begann Hevia, in Zusammenarbeit mit Instrumentenbauern, ständig an seinen Gaitas herumzubasteln und zu experimentieren.
Der elektronische Dudelsack

Vorläufiger Endpunkt dieser Tüftelei war die Entwicklung eines elektronischen Dudelsacks. Durch dessen Spielpfeife fließt keine Luft mehr, Hevia kann sich also Lungenarbeit sparen. Die Griffe funktionieren wie beim klassischen Dudelsack, nur dass die „Löcher“ mit kleinen Lichtmessern ausgestattet sind. So erkennt der angeschlossene Computer, welche Note gerade gegriffen wird und kann den passenden Ton erzeugen. „Zuerst ging es mir nur darum, leise spielen zu können, damit meine Nachbarn beim Üben nicht mehr gestört werden.“

Aber wenn schon der Computer den Sound produziert, dann ist der Schritt nicht mehr weit, mit dem elektronischen Dudelsack auch den Klang anderer Instrumente zu erzeugen. Hevia spielt dabei zwar die normalen Griffe des Dudelsacks, zu hören ist aber ein Saxophon oder eine Gitarre. Auch schottische und irische Dudelsack-Sounds kann er erzeugen, ohne das Instrument zu wechseln. Selbst ein Dreiklang von Dudelsack, Flöte und Violine kann so mit nur einem Instrument produziert werden.

Homepage

Al otro lado
Etnico ma non troppo
Tierra de nadie

Passwort: Hevia
 
 
Weltenbummler
21 April 2007 @ 12:53
Sabir - Fones
Sabir besteht aus Teilen von L'Ham de Foc, die ich bereist hier vorgestellt hatte. Ihre Homepage ist auf deren Homepage als Unterteil zu finden

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SABIR was the lingua franca spoken in the Mediterranean ports during the medieval times, a language based on Catalan, Greek and Arab elements among others.It was born like a kind of natural progression due to the socialising of the merchants for whom the sea had become their home; people from many different cultures who were shaping their need to be understood by means of this new born language.

SABIR gives us the image of the two furthest pillars in the Mediterranean sea: on the one part we have Greece, cradle of the Western civilisation, and on the other shore the Iberian land. Two places that define the ends of the sea shared by these two lands through which, from the ancient times, sailed the ships of merchants, pirates, romantic travellers and all kinds of adventurers. These people had turned sea shore settlements into culturally rich villages and were participating in this exchange of experiences and ways of understanding and living with other lands. In a similar way the three members of the Greek-Spanish group SABIR include into their repertoire traditional pieces from Mediterranean countries, as well as others which are original compositions but still strongly influenced by the traditional music of the Balkans, Persia, Greece, Flamenco or Western Medieval music.

In a concert of SABIR ancient and oriental modes are merged with asymmetric rhythms and improvisations performed with instruments such as the Indian tabla, the hurdy-gurdy (mediaeval bowed string instrument), flamenco guitar, the santoor (Persian psaltery), saz (Turkish lute) or the zarb (Persian percussion instrument).


Fones
Passwort: Sabir
 
 
Weltenbummler
20 April 2007 @ 23:28
Mari Boine - Eight Seasons

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Kaum durch ein -- leider halbherziges -- Remix-Album gewürdigt, legt die prominenteste Vertreterin der Sami-Kultur selbst wieder nach. Norwegens Nu-Jazzer Bugge Wesseltoft hat diesmal den Part des Produzenten übernommen, nimmt seine Electronica-Eskapaden aber so weit zurück, dass man von einem Stilwechsel nicht reden kann. Wie auf den Vorgängern reicht die Spanne von verletzlichen Folksongs bis hin zu repetitiver Schamanentrance.

Gleich im Opener "I Come From The Other Side" erweist sich die melodische Erfindungskunst der Boine im Verbund mit dem abgrundtiefen Bassmuster als glückliche Partnerschaft, und Garbareks Bariton-Sax verleiht der allmählichen Steigerung Intensität. Die nordische Erdverbundenheit tritt in "Let Silver Protect" und "In A Blanket Of Warmth" deutlich heraus. Einmal wird die Anrufung der alten Götter mit kühler Elektronik inszeniert, dann wiederum grooven handgemachte tribale Loops in der Rhythmussektion unter den kraftvollen Joiks. Die fügen sich an anderer Stelle überraschend stimmig zu einem Blues-Muster von Roger Ludvigsen ("Butterfly"). Das mit ergreifender A-cappella-Kunst eingeleitete "Mu Váibmu Vádjul Doppe" wirkt schlicht, doch löste es einen viel diskutierten Tabubruch aus: Mari Boine sang dieses Stück als "Heidin" im Rahmen der Kronprinzenhochzeit in einem christlichen Gotteshaus. Mehr ruhige Töne gibt es in "It Diede" und "Give Me A Break": Nie hat die Sami-Frau eine so bezwingende Reverenz an ihre Zeit als folkige Protestsängerin auf einem Album verewigt -- zwei nackte, unberührte Akustikperlen mit simpler Gitarrenbegleitung und dem warmen Flötenton von Carlos Quispe


Eine Stimme aus den endlosen Weiten Skandinaviens: manchmal zerbrechlich, dann wieder kraftvoll und intensiv. Seit Peter Gabriel Ende der 1980er Jahre ihr Album "Gula Gula" auf seinem "Real World"-Label veröffentlichte, gehört Mari Boine zu den absoluten Topstars der europäischen Weltmusik-Szene.

Sie stammt aus Samiland, jener Region, die sich von Nordnorwegen über Schweden und Finnland bis in den Nordwesten Russlands erstreckt. Und die samische Kultur, die in Norwegen lange Zeit verpönt war, hat ihr musikalisches Oevre stark beeinflusst. Aber Mari Boine ist alles andere als eine folkloristische Sängerin: Ihre Musik war schon immer eine Mischung aus traditionellen samischen Melodien, christlichen Hymnen und minimalistischen Mustern aus der Rockmusik, mit denen ihre Band den Boden für ihre Gesangskünste bereitete. Insbesondere das "Joiken", eine dem Jodeln nicht unähnliche samische Gesangsart, die lange Zeit verboten war, findet sich in ihren Liedern immer wieder.

"Eight Seasons" ist Mari Boines erstes Studioalbum seit acht Jahren, und es unterscheidet sich schon deutlich von ihren früheren Werken. Nachdem sie in der Vergangenheit schon einige Male mit ihrem berühmten Landsmann Jan Garbarek zusammengearbeitet hatte, ist es diesmal der Pianist Bugge Wesseltoft, der maßgeblich für die neuen Impulse verantwortlich zeichnet.

Gemeinsam mit dem Trompeter Nils Petter Molvaer war Wesseltoft in jüngster Zeit entscheidend daran beteiligt, die Grenzen zwischen dem Jazz und anderen musikalischen Szenen niederzureißen und so dem Jazz ein neues und vor allem jüngeres Publikum zu erschließen. Auf "Eight Seasons" werden nun elektronische und akustische Instrumente auf harmonische Weise miteinander kombiniert, und die oft melancholischen Melodien der Samen ergänzen sich wunderbar mit den repetitiven Grooves der zeitgenössischen Tanzmusik. Trotzdem ist dieses Album keines dieser kommerziellen Produkte mit Dancefloor-Ausrichtung geworden, sondern eher ein kontemplatives Werk, auf dem die klare Stimme von Mari Boine dominiert wie eh und je.


Ähnliche Hochgefühle lösten bei mir zuletzt Massive Attacks "Blue Lines" und Nils Petter Molvaers "Khmer" aus. Schon die erste Nummer "I Come From The Other Side" schiebt und pumpt mit ihrem trippen Electrogroove auf Mitwackelfrequenz. "Boadan Nuppi Bealde" heißt der Opener im Original und entlarvt damit die wahre Herkunft dieses Geniestreiches aus dem wilden Norden. Verantwortlich dafür sind die joikende Samin Mari Boine und der Dreh- und Angelmann der norwegischen Szene, Bugge Wesseltoft. Jan Garbarek, Norwegens Starsaxophonist, von dem Till Brönner einst behauptete, "wenn man Gabarek hört, denkt man, seine Freundin ist gerade in einem Fjord ertrunken", verleiht dem ersten Stück das Sahnehäubchen, um mich rappzapp zu überzeugen.
Auch Till Brönner hat das natürlich nicht so gemeint: "Das ist nicht böse gemeint, Musik sollte immer Erinnerungen und Bilder hervorrufen". Genau das tut "Eight Seasons". Durch die eigenwillige Gesangstechnik - "Joiken" nennt sich Mari Boines Singstil, der auf ururururalte schamanische Traditionen und Riten zurück greift - entstehen Bilder einer fremden Kultur in meinem Kopf, deren Message ich auf Anhieb verstehe. Hier brauche ich keine Worte um zu begreifen. Die Musik transportiert alle nötigen Informationen durch ihre betörend fesselnde Stimmung.

O.K. ich gebe zu, dass man Weltmusik gegenüber aufgeschlossen sein muss, um "Gavcci Jahkejuogu", wie die Scheibe im Original heißt, gut zu finden. Die offenen Ohren der europäischen DJ-Kultur lassen ethnischen Produktionen inzwischen aber den Raum, um sich gegen amerikanischen Pret-a-Porter-Pop durchzusetzen. Zuletzt durch das interkulturelle 1 Giant Leap - Projekt von Jamie Catto (Faithless) hervorragend unter Beweis gestellt. Jetzt beschreitet auch Mari Boine den Ethno-Crossover-Pfad. In ihrer bisherigen Karriere hat sie sich zusammen mit ihrer langjährigen Band einen Stammplatz in der -Weltmusikszene erarbeitet. Durch die Kooperation mit Bugge Wesseltoft erhalten ihre Songs erstmals eine elektronische Komponente, die ihrer Musik den Kick geben, um sich auch außerhalb des Weltmusikzirkels zu etablieren



unofficial Homepage
JazzEcho über Idjagiedas

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Weltenbummler
20 April 2007 @ 23:08
LISA GERRARD

Die Australierin Lisa Gerrard ist eine einzigartige und faszinierende ...

... Sängerin und Komponistin. Ihre Karriere umfasst einen Zeitraum von nahezu zwei Jahrzehnten mit Dead Can Dance, preisgekrönten Film-Soundtracks und einer Reihe von umjubelten Soloalben und Kollaborationen.

Lisas musikalische Reise begann in den frühen 80er Jahren, als sie und der Australier Brendan Perry die außergewöhnlichen und schwer klassifizierbaren Dead Can Dance gründeten. Über neun Alben zwischen 1984 und 1995, weitete sich die musikalische Bandbreite von Dead Can Dance mit jeder Veröffentlichung und wurde zu einem zeitlosen Mix von World Music Einflüssen, Mittelalterlichen Gesängen, Volksliedern, barockem Stil, keltischem Einschlag und Elektronika.

Mitte der 90er Jahre wuchs Lisas musikalische Vision über das Schaffen von Dead Can Dance hinaus. Auf ihrem ersten Soloalbum "The Mirror Pool" von 1995 begleitete das Victoria Philharmonic Orchestra Lisas atemberaubende Stimme. Weitere Kollaborationen folgten: mit "Duality", auf dem sie mit Pieter Bourke zusammenarbeitete, schuf sie ein Zeitalter und Genre übergreifendes Werk; später erschien das melancholische und majestätische "Immortal Memory", das Lisa gemeinsam mit dem Irischen Komponisten Patrick Cassidy komponierte und aufnahm. In den letzten Jahren erlangte Lisa den Status einer gefragten Soundtrack-Komponistin – nicht überraschend, wenn man die filmische Qualität ihrer Musik bedenkt. Zu den Filmen, zu denen sie Musik beisteuerte, zählen: : Gladiator, Heat, Mission Impossible 2, Layer Cake, Insider, Nadro, Ali, Whale Rider, Black Hawk Down, Tears of The Sun, Constantine und El Nino de la Luna. Lisa erhielt Golden Globe Nominierungen für Insider und Ali, Grammy und Oscar Nominierungen und einen Golden Globe Award für die Filmmusik von Gladiator sowie vier internationale Awards für Whale Rider.


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A thousand roads (2005)
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The Mirror Pool
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Weltenbummler
20 April 2007 @ 13:11
Techno für Ökos



Lange galten die 17 Hippies als Geheimtipp in Berlin. Mit ihrem allmonatlichen in Eigenregie veranstalteten Hippiehaustanz in der Berliner Kulturbrauerei, bei dem mal acht, mal 17 und oftmals auch weit mehr Musiker auf der Bühne spielten, das Publikum tanzte, zuhörte oder gar mitmachte, sorgten sie für Furore unter den Folk- und Swingbegeisterten. 17 HippiesMit Akkordeon, Banjo, Bratsche, Cello, Drehleier, Dudelsack, Flöte, Geige, Gitarre, Klarinette, Kontrabass, Mandoline, Maultrommel, Nasenflöte, Percussion, Posaune, Trompete und Ukulele enterten sie auch außerhalb Deutschlands eine Vielzahl von Bühnen und räumten in der Regel mit ihren Interpretationen europäischer Folkmusik ab. Zum Repertoire gehören polnische Walzer, bulgarische Oros, Schweizer Polkas und französische Chansons, aber auch Klezmer und mediterrane Melodien. Schnell sprach sich herum, dass die Konzerte nicht nur keinen Eintritt kosteten, sondern auch gehörig Spaß machten und jeder Auftritt ein „Unikat“ war. So wurde es schnell immer voller. Nachdem „Halbe Treppe“ bei der Berlinale 2001 den Silbernen Bären bekommen hatte, waren die Veranstaltungen dann so gut besucht, dass sie auf zwei Tage ausgeweitet werden mussten. „Der Saal war eigentlich immer knackevoll. Wir mussten sogar Türsteher engagieren, die die Leute vor sich selber geschützt haben“, erzählt Kiki Sauer (Gesang, Akkordeon, Piccolo und Querflöte). An übervolle Säle haben sich die Musiker nach ihrer „Halbe Treppe“-Tournee“ quer durch die Republik inzwischen gewöhnt.


17 Hippies



Sie lassen sich auf gar nichts festlegen - noch nicht einmal auf ihren Namen: Weder sind sie "17" noch "Hippies" im klassischen Sinne. Das 1995 als Trio gegründete Berliner Kult-Orchester besteht mal aus 15, mal aus 30 Mitgliedern.
Vom Akkordeon über Drehleier, Dudelsack und Nasenpfeife (!?) bis zur Ukulele gibt es bei ihnen kein Instrument, das es nicht gäbe, und ihr Repertoire beschreiben sie so: "polnische Walzer, bulgarische Oros, schweizer Polkas, schottische Sumpftiraden, nordamerikanische Ragtimes, texanische Twosteps und italienische Filmmusik" - und zwar jeweils auf Volldampf.
Die explosive Mischung schlägt ein: Nicht nur in Deutschland hat sich herumgesprochen, das es stets was zu feiern gibt, wenn die Hippies ein Konzert geben, auch in Italien und Frankreich steht die bunte Truppe hoch im Kurs und firmiert in beiden Ländern mit einer eigenen Platte schlicht als "Berlin Style".
1997 erreichten die "Hippies" sogar einen Weltrekord, und zwar für die meistgespielten Auftritte innerhalb von 24 Stunden. Die Wahl zur "auffälligsten Band" Berlins war dann wohl nur noch eine Formsache...
Jüngst wurde auch der deutsch-französische Fernsehsender ARTE auf die Hippies aufmerksam und widmete ihnen ein 60-minütiges Porträt, das auch die expermintelle Seite der bunten Truppe herausstellte: "Sexy Ambient Hippies", ein in loser Folge immer wieder aufgegriffenes Projekt, bei dem die Hippies gemeinsam mit Musikern aus der House-, Ambient- und Elektronik-Szene auftreten.
Man wird schwindelig - und süchtig von dieser Musik, die im Sitzen unerträglich ist, man sollte sie live hören und erleben, oder wenigstens mittanzend; wie eine Art "Öko"- oder "Unplugged-Techno" lassen die schnellen Ryhthmen das Blut pulsieren, alte Melodien erwachen wie Phönix aus der Asche, Funken sprühend und voller Energie.


Wickipedia
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BerlinStyle
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Sirba
Heimlich. Limited Edition

Passwort: Hippies
 
 
Weltenbummler
20 April 2007 @ 13:10
Lila Downs - Pendlerin zwischen Welten und Zeiten





Lila Downs, 1968 in Tlaxiaco, Oaxaca/Mexiko, als Tochter eines US-Amerikaners und einer Mixteken-Indianerin geboren, ist eine Wandlerin zwischen den Welten, deren Musiktraditionen und Sprachen. Ihr Repertoire ist eine kunstvolle Mischung aus Jazz, Afro-Perkussion und indianischen Rhythmen, aus eigenen Kompositionen und mexikanischen Volksliedern. Sie singt in Englisch, Spanisch und in den Sprachen Mixteco, Zapoteco, Maya und Náhatl. Ihre extrem wandelbare Stimme über drei Oktaven und provokante, politische engagierte Texte machten sie in Mexiko zum Star.
Ihre ersten musikalischen Impulse empfing Lila Downs von ihrer Mutter, einer Mixteken-Indianerin, die leidenschaftlich gern sang und ab und zu in Kabaretts oder kleinen Bars auftrat. Schon im Alter von acht Jahren trat Lila Downs mit Mariachi-Musikern auf, wenige Jahre später begann sie, Operngesang zu studieren: Zunächst in den USA, dann in Mexiko, später erneut im Land ihres nordamerikanischen Vaters. Bis heute bewegt sich Lila Downs in beiden musikalischen Welten.

Lila Downs musikalisches Repertoire reicht einmal quer durch den weiten Kontinent Amerika: ein virtuoser Remix aus Blues und Boleros, Jazz-Traditionals und Oper, Gospel und Hip-Hop, Corridos und Cumbias, prähispanischen Instrumenten und altindianischen Mythen und Melodien. Dabei arbeitet sie mit einem panamerikanischen Verbund von Musikern aus Mexiko, Argentinien, Paraguay, Kuba, Kanada und den USA zusammen, die sowohl die Jazz- und Rock-üblichen aber auch indigene Instrumente aus Holz und Ton spielen.

Die stilistische und sprachliche Vielfalt ihrer Lieder korrespondiert mit Lila Downs facettenreichem Drei-Oktaven-Mezzosopran, der die verschiedenen Seiten ihrer musikalischen Sozialisation zum Klingen bringt. 'Stellen Sie sich Edith Piaf auf Spanisch singend vor, und Sie bekommen eine Idee von Lila Downs' soulful sound.', schreibt die Los Angeles Times (1998). Überhaupt umgehen die Kritiker musikalische Klassifizierungen immer wieder gern durch Vergleiche mit Charaktersängerinnen wie Billie Holiday, Chavela Vargas oder Lucha Reyes. Doch erklimmt Lila Downs auch mühelos die leichteren und humorvollen Skalen – ihre bisweilen geradezu punkigen Ausflüge lassen gar an eine Nina Hagen denken.

Häufig wird Lila Downs auch als „singende Frida Kahlo“ bezeichnet. Und rein optisch ähnelt sie tatsächlich der berühmtesten Mexikanerin: Das markante Gesicht ist von schwarzen, langen Zöpfen gerahmt, ihre Kleidung erinnert an die farbenfrohen indianischen Trachten, Hals und Finger sind mit Silber und Steinen geschmückt. Ähnlich wie sie auf diese Weise Traditionen salonfähig bzw. sogar zur Avantgarde erhebt, verbindet sie auch in ihrer Musik Tradition und Modernität.

Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten und musikalischen Partner Paul Cohen setzt sich Lila Downs seit 1993 verstärkt mit den diversen indigenen Musiktraditionen Mexikos auseinander, lernt Mixtec sowie andere indianische Sprachen, die sie – neben Spanisch und Englisch – auch in ihren Liedern verwendet. Lila Downs singt sowohl Eigenkompositionen als auch überlieferte und neuvertonte Stücke indianischer Zeugnisse. Nach einer Tradition der Mixteken, der „Wolkenmenschen“, so erzählt Lila Downs augenzwinkernd, wurde ihre Nabelschnur unter einer Agave in Oaxaca vergraben, damit sie immer wieder an diesen Ort zurückkehre.

Die wichtigste Frage für Lila Downs ist, wie sich in der Gegenwart indigene Kulturen wach halten bzw. neu beleben lassen. Was sie sich wünscht, ist, dass ihr Publikum durch ihre Lieder mit den uralten und kaum bekannten indianischen Konzepten und Traditionen Mexikos in Berührung kommen und deren universelle Dimension entdecken.

Ihre neueste, 2002 erschienene CD „Border. La Línea“ hat Lila Downs den mexikanischen Emigranten gewidmet, die beim Überqueren der nordamerikanischen Grenze starben. Eine Sammlung von bewegenden Liedern, inspiriert vom Leben an der Grenze, dem Elend der Gastarbeiter und den unter Entbehrung und Rassismus leidenden Indígenas.

Über das Leben in der Grenzregion, wo auch ihre Mutter noch heute lebt, erzählt Lila Downs: „Die Sierra Mixteca ist eine der Gegenden Mexikos, die gen Norden hin ausbluten. Jahr für Jahr machen sich junge Männer und Frauen auf den Weg ins Unbekannte, klettern über Zäune, durchqueren die Wüste, um dahin zu gelangen, wo sie für die Gringos Erdbeeren ernten und Häuser putzen dürfen, für eine Handvoll Dollars. Zurück im Hochland bleiben ihre Landsleute, die Mixtecos, das Regenvolk, neben den Zapoteken die zweite große Indiokultur Oaxacas. Nicht fröhlich, eher schwermütig und voller Scham, misstrauisch und melancholisch. ... Ständig kämpfen wir gegen die innere Traurigkeit. Wie zum Trotz gibt es die vielen Farben und Feste, auch gegen die Gewissheit, dass der Tod überall lauert.“


Wickipedia
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Border (La Linea)
Tree of Life
Una Sangre (One Blood)
La Cantina
La Sandunga [wma] 52 MB

Passwort: Downs
 
 
Weltenbummler
20 April 2007 @ 13:10
Kerstin Blodig - Die gute Zauberin



Kerstin Blodigs CD "Trollsang" ist eine Sammlung norwegischer Mittelalterballaden und Neukompositionen über das "unterirdische Volk" des Nordens. Aber nicht nur von Trollen handelt dieses Album, sondern auch vom Verzaubertwerden, von der Magie alter Sagen und Mythen, vom Zauber der Musik ganz allgemein und der faszinierenden Begegnung alter und neuer Elemente.
Zwölf spannende musikalische Geschichten über grimmige Bergriesen, geheimnisvolle Wassergeister, mystische Elfenkönige und verführerische Wald-Trollfrauen. Kerstin Blodig zeigt auf diesem Solo-Album ihr Können als Komponistin, Arrangeurin und vielseitige Musikerin.

Sie hat eine Schwäche für gute, perkussiv spielende Gitarrist(inn)en wie Michael Hedges oder Vicki Genfan, erzählte Kerstin Blodig im Interview. Das hörte man noch nie so deutlich wie auf »TROLLSANG«, wo die Berlinerin mit norwegischem Stammbaum virtuos tappt und slappt und das groovende Treiben mit schwebenden Flageoletten garniert. Doch auch ihr Gesang hat an Eindringlichkeit, an Faszination gewonnen. Oder liegt es nur daran, dass sich die bislang eher für ihre keltischen Lieder bekannte Sängerin diesmal ganz auf norwegische Mittelalterballaden (und im selben Stil selbst Komponiertes) konzentriert hat?
Gern gecoverte Songs wie die Hochzeitsballaden »Snåle Mi Jente« und »Vänner Och Fränder« meistert sie mühelos; die eher unbekannten, scheuen Beiträge wie die zauberhafte Sonnenschein-Hymne »Solbønn« oder der archaisch inszenierte Psalm »Mariavise« treffen aber noch wesentlich tiefer ins Herz. Der CD-Titel? Ein Trollgesang wirkt wie ein musikalischer Zauber, dem man sich nicht entziehen kann.


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Trollsang

Passwort: Blodig
 
 
Weltenbummler
20 April 2007 @ 13:08
!DelaDap - Cigani Ruzsa + Angelo



Was ist hier Bandname, was Albumtitel? Und wie drückt sich eine Band namens !Dela Dap eigentlich musikalisch aus? Erklärungen: !DelaDap kommen aus Tschechien, der Slowakei und Ungarn, leben aber in Wien. Der Kern der Truppe sind Stanislav Vana, die aus Budapest stammende Sängerin Melinda Stoika und der Jazzpianist Tibor Barkoczy, dessen Wurzeln ebenfalls in Budapest liegen.
Miteinander erweise sie sich als echte Grenzgänger, zunächst fremde Klänge scheien ans Ohr zu dringen: osteuropäische Klänge im Bette von Traditionals, Jazz und dazu Grooves der unaufdringlichen Art. Manchmal ist !DelaDap sogar Pop im seiner weltmännischsten Umschreibung, weil !DelaDap elektronische Ambitionen sehr deutlich aber nicht allzu vehement vortragen.
Multikulti- Mix der östlichen Art wäre nun übertrieben, aber dass diese östliche Seele immer etwas Melancholie und Schwermut vermittelt, wissen wir nicht erst seit Dr. Schiwago.
Diese Gefühle bringen !DelaDap trotz Elektro, Modernität und „Gypsy“- Klängen wunderbar an den Endkonsumenten. Wirklich was anderes!

„Cigani, Ruzsa und Angelo“ was übersetzt Zigeuner, Rose und Engel heißt, ist eine Verbindung aus Jazz mit elektronischer Musik, mit dem Thema der Zigeuner. Klassische Instrumente wie Geige und Gitarre umschmiegen die schöne Stimme der Sängerin, gepaart mit chilligen Beats. Das Album versprüht Lebensfreude, bringt einen zum Träumen und macht vom ersten bis letzten Tracks Spaß beim Zuhören, ist aber bei erstmaligen Hören etwas gewöhnungsbedürftig, da es sehr vielschichtig ist.



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Cigani Ruzsa + Angelo
Dela Paji als eine einzige MP3-Datei

Passwort: DelaDap
 
 
Weltenbummler
20 April 2007 @ 13:07
L'ham de Foc - Klänge aus der Schatzkammer mittelalterlicher Musik



Wie unerschöpflich die Folk-Facetten Iberiens sind, zeigt sich auf dem deutschen CD-Markt erst seit wenigen Jahren. Bis vor kurzem traten als Gegengewicht zum Flamenco vor allem die keltisch bestimmte Tradition Galiciens und Asturiens in Erscheinung, doch allmählich fächern sich auch die eigenständigen Klänge der spanischen Mittelmeerküste vor unseren Ohren auf. L'Ham de Foc sind die Zugpferde der Szene Valencias, einer Hafenmetropole, die als Schnittpunkt mediterraner Kulturen einen äußerst spannenden Standort abgibt. Das charismatische Duo könnte, unterstützt durch variierende Gastmitglieder, mit seiner bezwingenden, handwerklichen Sound-Mixtur aus der Palette des Orients, panmediterranem Folk und Alter Musik zum ersten großen Export der Levante werden. Ihr aktuelles Werk „Cançó de Dona i Home“ zumindest hält sich seit Monaten unter den Top 5 der EBU World Music Charts.

„Ich glaube, dass der ‚keltische Sound' eine gewisse Sättigung erreicht hat“, so die Einschätzung von Efrén López, Multiinstrumentalist von L'Ham de Foc. „Das spanische Publikum sucht andere Klangwelten, und von denen haben wir viele vergessene. Das führt dazu, dass man nun Regionen wie den Kanaren, dem Baskenland, Katalonien oder Valencia Aufmerksamkeit schenkt, wo viele Gruppen seit langer Zeit im Verborgenen gearbeitet haben.“ Die bisherige Verborgenheit von López und seiner Partnerin Mara Aranda, zuständig für Texte, Kompositionen und Gesang, stellt sich wie folgt dar: Aranda studierte seit ihrem 16. Lebensjahr traditionelle und Alte Musik, „andächtig, auf eigene Faust und eigenes Risiko“, wie sie es selbst ausdrückt. Dabei hat sie stets versucht, die strenge Disziplin der Alten Musik mit der Tugend freier Gestaltung aus dem Folk zu verknüpfen und einen persönlichen Stil zu entwickeln: „Ich habe keine Idole, weder im alltäglichen Leben noch im Gesang. Einen Vokalstil von jemand anderem zu übernehmen, ist doch eigentlich ein Raub der Seele“, so ihr Leitsatz. Gleichwohl belegt die Vokalistin bis heute regelmäßig Unterrichtsstunden im Cant d'estil, dem typischen valencianischen Gesang. López kam über die E-Gitarre zu seinem heutigen immensen Arsenal an Instrumenten. In seinen frühen Folkrock-Formationen (eine davon trug den ominösen Namen Gänseblümchen und Schweine) führte er nach und nach alte Saiteninstrumente ein, da sie einen „humaneren Bezug und größere Dynamik“ besäßen. Und er entdeckte, dass die Schatzkammer mittelalterlicher Musik, die er alsbald auf Kompositionen für Dokumentarfilme oder Werbe-Clips anwandte, viele heute populäre Stile erklärt.

Richtig versenkt in die Klänge vergangener Jahrhunderte hat er sich mit prominenten Lehrern wie dem englischen Hurdy-Gurdy-Meister Nigel Eaton oder dem Wahlkreter Ross Daly. Bei letzterem haben López und Aranda einige Monate gelebt, und L'Ham de Focs Bandphilosophie deckt sich mit seinem Credo: „Ross ist genau wie ich ein Musiker, der von Instrumenten und Stilen aus fremden Ländern fasziniert ist. Er betrachtet diese aus einer anderen Perspektive als jemand, der seine Musik genetisch oder kulturell geerbt hat. Dazu kommt, dass er sehr großzügig mit seinem Wissen umgeht. Ich bewundere seine Art, zu komponieren und Stücke zu arrangieren, ohne dabei jemals die traditionelle Ästhetik zu verlieren. Was wir machen, hat viel mit seiner Arbeit und seinem Wirken zu tun.“ Schon kurz nachdem L'Ham de Foc 1998 ihre Arbeit begonnen hatten, wurden sie auf die großen spanischen Festivals eingeladen, Vergleiche mit den Bands der ersten iberischen Folkliga wie Radio Tarifa machten die Runde und Moderatoren erklärten das Duo zu ihren Newcomerlieblingen. Mit ihrem zweiten Album „Cançó de Dona i Home“ gibt das Doppelgestirn dank eines deutschen Vertriebes nun auch in unseren Breiten eine schillernde Visitenkarte der reichen valencianischen Spielwiese ab. Unterstützt werden die beiden von drei Gastmusikern, die sämtlich Koryphäen auf traditionellen Instrumenten sind und deren Fokus sich von Alter Musik bis zur afrokubanischen Welt erstreckt.


Interview
Bandvorstellung
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Cançò De dona i home
cor de porc
U


Passwort: Foc
 
 
Weltenbummler
20 April 2007 @ 13:01
Gaiteros de Lisboa



Lissabon ist die Stadt des Fado. Mit Verlaub, Gaiteiros, Gruppen von Dudelsackbläsern, kannte man in Portugals Hauptstadt bis vor kurzem noch nicht. Dudelsackbläser spielen gewöhnlich in Volksfesten in der Region Tras-os-Montes und Nordspanien zum Tanz auf. Doch die Gaiteiros de Lisboa sind gar keine richtige Gruppe von Dudelsackbläsern - was wiederum auch nicht stimmt. Sie sind sehr wohl Dudelsackbläser, sehr innovative und gute sogar. Aber die Gaiteros de Lisboa sind noch viel mehr: herausstechend ist erst mal der hervorragende polyphone Gesang in der Tradition Nordportugals. Auf dem Stück "Terra de Niguém" befindet sich auch eine kurze effektvolle Rap-Einlage des Rappers Pacman. Dann setzen die Gaiteros auch eine Vielzahl atypischer Blas- und Perkussionsinstrumente ein. Darunter finden sich selbstgebaute Exoten wie das aus parallelen rot-, blau- und metallfarbigen, blasbaren Rohren zusammengesetzte "Túbaros de Orfeu". Das Tonwerkzeug ist nur schon optisch eine Augenweide. Auch wenn die Gaiteros zuweilen mächtig losblasen und singen, "Macaréu" ist keineswegs ein lautes Album geworden. Jedes der Instrumente findet seinen Platz in den Arrangements, und sei es so klein wie die Maultrommel. Alle vierzehn Stücke hören sich frisch und spannend an und knistern vor Experimentierfreude. Den sieben Musikern gelingt es mit Leichtigkeit, eine Brücke von der traditionellen portugiesischen Volksmusik zur experimentellen Musik zu schlagen. Und zum Schluss sei es noch einmal erwähnt. Kaum zuvor wurden solch spannende Arrangements für Dudelsack vom Alentejo bis zu den Hebriden gehört. Lissabon ist die Stadt der Dudelsackbläser!


Die Gaiteiros de Lisboa gehören zweifellos zu den wichtigsten Avantgarde-Folkgruppen der iberischen Halbinsel. Die Musiker, allesamt mit einer vielfältigen Ausbildung ausgestattet, fanden sich zusammen, um neue Klangwelten zu suchen und werden nicht müde, immer neue Instrumente zu entwickeln. Auf der klanglichen Basis von verschiedenartigen Blasinstrumenten und polyphonen Vokalarrangements interpretieren die Gaiteiros de Lisboa traditionelle portugiesische Lieder, Musik anderer Kulturen sowie ihre eigenen Kompositionen. Ihre experimentierfreudige Haltung schafft eine Brücke zwischen der Tradition und der Moderne, ohne es dabei an der notwendigen Sensibilität fehlen zu lassen.

Mit Macareu, der fünften CD ihrer Karriere, präsentieren die Gaiteiros nun auch ihr eigenes Label. Das Album wurde zwischen Januar und März 2002 in dem Theater Amélia Rey Colaço aufgenommen und vor 2000 Leuten in der Aula Magna in Lissabon am 11. April 2002 der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Album wurde von der Fachpresse als eine der besten Veröffentlichungen 2002 bezeichnet und von dem britischen Radiosender BBC für die CD des Jahres 2002 nominiert.

Auf Macareu vertonen die Gaiteiros Gedichte von Fernando Pessoa und Alexandre O´Neill und verfeinern ihren Sound mit neuen Blas- und Percussioninstrumenten.


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Bocas do Inferno
Macareu
Dançachamas. Ao vivo
Satiro

Passwort: Lisboa
 
 
Weltenbummler
14 April 2007 @ 14:08
Vor einiger Zeit war ich auf einem Konzert von Ringsgwandl und war mal wieder hin und weg. Besonders sein neuer Song 'Reiss die Hüttn ein!' hat mir sehr gut gefallen. Leider sind viele seiner CD's vergriffen. Die, die ich habe, stelle ich euch hier zur Verfügung

Ringsgwandl?



Ringsgwandl? Eigentlich ein origineller Künstlername, möchte man meinen. Aber nein, die Familie Ringsgwandl ist im Raum Bad Reichenhall alteingesessen, sozusagen urbayerisches Gestein. Und wenn sich Georg Ringsgwandl, Jahrgang 1948, selbst als „soziologischen Komposthaufen“ mit „einem Gehirn als Sondermülldeponie für alle möglichen Ideen“ bezeichnet, dann scheint ihm dieses Etwas an Schrägheit fast in die Wiege gelegt worden zu sein. Schon sein Vater Franz RingsgwandlXaver ließ sich trotz eines überdimensionalen Beschäftigungsradius als Tapezierer, Polsterer, arbeitslos, Soldat, Schwerkriegsbeschädigter, Häuslbauer und Postbote niemals vom Bergsteigen und der Malerei abbringen.

Dabei ersteigt Georg Ringsgwandl die Sprossen seiner Karrierelaufbahn anfänglich eigentlich recht konventionell. Für einen angestrebten Klavierunterricht gibt es zuhause kein Geld, statt dessen präsentiert eine Tante dem achtjährigen Georg eine Zither. Fünf Jahre Unterricht auf diesem Instrument reichen für Soloauftritte auf diversen Kaffeekränzchen und Heimatabenden aus. Ein Lehrer seines Gymnasiums entpuppt sich zur Überraschung der Schüler als Jazzfreak, und um in der neugegründeten New-Orleans-Dixie-Band mitwirken zu können, erlernt Ringsgwandl, nun bereits 14jährig, das Posaunespielen, denn genau dieses Instrument wird noch gebraucht. Parallel dazu mischt er als Vokalist in einer der damals allerorts hochsprießenden Beatbands mit. Bis er mit 18 Jahren an Tuberkolose erkrankt, was einen einjährigen Aufenthalt in einem Sanatorium in Berchtesgaden notwendig macht.

Aus gesundheitlichen Gründen muss die Posaune zur Seite gelegt werden, die Lunge macht einfach nicht mehr mit. Ringsgwandl greift stattdessen zur Gitarre. In jener Zeit, ca. 1966-67, beginnt Ringsgwandl auch mit dem Schreiben von eigenen Liedern. Vor allem Bob Dylan und die Beatles dienen dabei als seine geistig-musikalischen Vorbilder, wenngleich die Texte durchaus hochdeutsch oder im bayerischen Dialekt sind. Es folgen mehrere Auftritte auf den trendsettigen Folkfestivals der ausgehenden 60er Jahre ganz in Anlehnung an weitere Vorbilder wie Pete Seeger oder Arlo Guthrie. Trotz dieses künstlerischen Strebens stellt sich jedoch für Ringsgwandl, der seine Lieder einfach irgendwie „ausprobieren“ will, wenig Erfolg ein, denn „des hot koan Typn damois intressiert“. Resultate aus dieser frühen kreativen Periode sind übrigens auf dem 1993 erschienenen Album „Staffabruck“ nachzuvollziehen.

Nach dem Besuch des Gymnasiums möchte Ringsgwandl „etwas von der Welt sehen“, so geht er erst zweieinhalb Jahre nach Würzburg, dann nach Kiel, möglichst weit weg von Zuhause, und widmet sich dem Studium der Medizin, das er schließlich als Internist und Kardiologe abschließt. Einen Aufenthalt in Berlin 1975-76 als Assistenzarzt benutzt Ringsgwandler neben seiner hauptberuflichen Beschäftigung als Mediziner zum „Proben mit verschiedenen Musikern“. Ein erster Plattenvertrag der „Ringsgwandlband“ bei Elektrola, eine der damals führenden Schallplattenfirmen, führt schließlich zu einer Single; 200 Rezensionsexemplare, immerhin 300 verkaufte Platten und 500 weitere Werbeexemplare machen jedoch ein Einstampfen dieses ersten konkreten Plattenprojektes notwendig. Übrig bleiben ein Schuldenberg von 30.000 Mark und die Erkenntnis, dass sich Geld vielleicht besser als Arzt verdienen ließe.

So kommt Georg Ringsgwandl alias Dr. Ringsgwandl nach München, zuerst in eine Forschungsabteilung der Pharmakologie, dann als Facharzt an die Universitätsklinik in Großhadern. Bis zu 15-stündige Arbeitstage („des Kranknhaus war hoit a echta Schindaladn“) geben ihm in den kommenden sechs Jahren wenig Zeit für die künstlerische Betätigung, vielleicht zwei bis drei neue Lieder im Jahr oder einen etwa halbstündigen Auftritt im Monat in einer Münchener Kleinkunstbühne wie z.B. im „Muh“ oder im „Robinson“. Wenngleich seine Lieder nun beim selektiven Publikum relativ gut ankommen, nimmt er Ende 1984 eine Stelle als Chefarzt im Garmischer Krankenhaus an. Mittlerweile ist man ja verheiratet, seit 1983. Seine Frau Christiane ist ebenfalls Ärztin, außerdem sei die Tochter Lena finanziell abzusichern.


Der dreifache Vater und 17-jährige Ehemann hat sich inzwischen einen Namen gemacht als Künstler, Kabarettist und Volkssänger, der in seinen Liedern "die Gesellschaft verarbeitet wie die Sau in der Wurst." Bissig, ironisch, sarkastisch sind seine Texte über die Probleme des einfachen Mannes, die Welt scheint schlecht, Ekel & Abschaum. Im Mittelalter wäre er als Ketzer wohl auf dem Scheiterhaufen gelandet, heute darf er ungestraft den Grand Prix als "moderne Grausamkeit" und Pendant zur "öffentlichen Hinrichtung" bezeichnen.

Mittlerweile sind sieben Platten von Ringsgwandl erschienen, die letzte - "Grache Wurzn" - im März 2001. Er gehört jedoch eher zu den Musikern, die ihr Publikum live ansprechen. Seine Auftritte sind immer mit Kabarettnummern gespickt, er macht eine Gaudi auf der Bühne, wirft sich in abgedrehte Kostüme und propagiert bayrische Mundart im deutschsprachigen Raum.

Ringsgwandl ist ein feiner Beobachter gesellschaftlicher Abgründe, er stellt die Alltäglichkeit des Lebens bloß und spricht aus, wofür sich der Rest zu schade ist: "Ich bin ein gesamtgesellschaftliches Seismometer und meine Nadel schreibt die Songs. Mein Hirn ist ein Radiowellenempfänger und mein Maul der Lautsprecher, der die empfangenen Strahlen in Geschichten verwandelt." Nur Prediger will er nicht sein. Wenn er auch bitterböse Momentaufnahmen macht, das Schöne am Leben sei, "dass es so dahinwackelt". Lieber ein einfacher UPS-Fahrer, der sich darüber freut, sein Paket rechtzeitig abzuliefern, als die schöne heile und vor allem langweilige Welt der Verona Feldbuschs: "Das wär nicht auszuhalten."

So sieht sich Ringsgwandl als "Multidilettant", der "mehr oder weniger grausam singt" und seine Lieder davor bewahrt, Truckerhits zu werden, indem er "textliche Notbremsen" einbaut. Erstaunlich nur, dass die Gesellschaft so einen verträgt, wenn sie so ist, wie Ringsgwandl sie sieht.



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Passwort: Ringsgwandl



Ringsgwandl: Das Letzte (1986) zur Zeit vergriffen

Cover

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Ringsgwandl Gache Wurzn
Preis der Deutschen Schallplattenkritik - Bestenliste 2/2001

Cover

German Roots-Rock – Bavarian Hillbilly in the boots of Dylan & Achternbusch – zynisch, bayrisch, ironisch, komisch, kryptisch


Ringsgwandl? Der telegene Kauz mit dem Sprachfehler? Quatsch. Chuck Berrys "C´est la vie" als eingedeutschter Opener stellt klar: That´s Rock´n´Roll. Und das Kauderwelsch ist Bayerisch. Komma nix moachn. Warum auch? Wertkonservativ und rustikal, wie man´s in Bayern nunmal mag, pflegt man dort auch den akustischen Schrammelrock alter Schule. Und zwar so beseelt, wie vielleicht nichtmal in Hamburg, London, Tennessee. Flinke Finger swingen durch den wunderbar runden, funkelnden Gitarren-Sound uramerikanischer Prägung. Elektrischer Singer-Songwriter-Rock für lange Fahrten nachts auf der Autobahn. Mal rootsy, mal folky, mal bluesig und meistens mit fließenden Melodien. Bei Ringsgwandl (Tak: Bass; Skip: Drums; Georg Ringsgwandl: Gesang und Gitarre, Nick Woodland: Gitarre) kreuzen sich Stephane Grappelli und Neil Young. Und Young singt hier Dylan-Schärfe und Haindling-Idiom.

So nebenbei reflektiert Ringsgwandl dabei mit gewohntem Lakonismus den ganz normalen Wahnsinn im bundesdeutschen Alltag, liefert die Geschichten hinter den Unfallmeldungen in der Tagesschau, deckt mit diebischer Freude das Grauen hinter den weißen Gardinen auf. Ringsgwandl eben. Kein Kuriosum, sondern die letzte Rock´n´Roll-Bastion vor der Grenze. Tief im Süden.


Als "wohl schrägster Entertainer der bayrischen Kabarettszene" wurde Georg Ringsgwandl bereits mehrfach bezeichnet. Sein Album "Gache Wurzn" wird diesem Ruf zwar auch gerecht, viel mehr noch aber geht es hier um in Musik gepackte Alltagsgeschichten, gesungen und gespielt von Ringsgwandl und seinem Quartett.

Abgesehen vom szenisch relokalisierten und mit neuem deutschen Text versehenen Chuck Berry-Klassiker "You never can tell", ist der Hörer ausnahmslos den beunruhigenden ringsgwandelschen Texten und Songs ausgeliefert. Es geht immer mitten rein ins Leben; Ironie und Witz versüssen die thematisch traurigen Erlebnis-Songs von Georg Ringsgwandl. Und immer geht es in der ein oder anderen Form um den "ganz normalen Wahnsinn".

Trotzdem, wie sollte es anders sein, die Musik macht Spaß. Die musikalisch einfach gehaltenen – inhaltlich dennoch nicht zu unterschätzenden! – Songs laden durchaus auch zum Mitsummen oder gar Singen ein. Für letzteres ist die Beherrschung der bayrischen Mundart allerdings erforderlich – schwierige Passagen werden im Booklet für den Nicht-Bayern ins Hochdeutsche übersetzt. Weiter so!


Eine Art Poesie der Globalisierungsverlierer, Big Brother die Stirn bieten, sich einen eigenen Reim machen auf unsere Zeit. Gschlamperte Musik von verkommenen Musikern. Saubere Songs von zweifelhaften Charakteren. Wo gibt‘s wen, der die Langeweile vertreibt ohne deppert zu sein? Kein Modeaff und keine Körnerzuchtl. Der gesunde Menschenverstand blickt unerschrocken in die Fußgängerzone, das in etwa ist die Gache Wurzn.


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Trulla! Trulla! (1989)

Cover

[i]Inhalt:[/i]
Wuide unterwegs
Heavy Metal Landler
Straßenköter
Cafe'
Nix mitnehma
Der Placido Domingo
Disco
Gaggerlfidel
Mir baun
Aids net kriagn
Luxusschnoin

DL: http://www.megaupload.com/?d=1CSRGOY0
Passwort: Ringsgwandl


Ringsgwandl: Staffabruck

Cover

Der schrille Pop-Clown Dr. Georg Ringsgwandl, im Nebenberuf Kardiologe am Kreiskrankenhaus Garmisch, läßt die Maske fallen: Staffabruck ist der Ort seiner Kindheit, den der Barde in elf ergreifenden Song-Kapiteln skizziert. Da gibt es die traurige Geschichte vom Schwarzen Mann auf dem Wohnzimmersofa, die melancholische Lebensbeichte an die liebe Inge und den ewigen Traum vom Glück im Mercedes. Geschrieben zwischen 1974 und 1986, ist Staffabruck das nur mit der Gitarre verzierte Biographiebücherl des Herrn Doktors - und eine anrührende Reise ins Ich.


Das kann sich nur einer leisten, der absoluten Kultstatus genießt: Mit "Staffabruck" taucht der bayrische Songpoet Georg Ringsgwandl seine ergebenen Fans in grausame lyrische Wechselbäder. Eiskalt erwischt es den Hörer bei Plattheiten aus den Kinderjahren des Künstlers ("Winter"), heiß wird es bei der lakonischen Außenseiterballade im Geiste von Bob Dylans "John Wesley Harding" (über den Räuber und Volkshelden Kneißl). Textqualität also: 1-10. Musikalisch sind die Schubladenlieder aus zwei Jahrzenten eine Offenbarung - die ganze Erfahrung, die Ringsgwandl mit seiner Rockband auf den Konzertbühnen sammelte, ist hier verdichtet auf Akustikgitarre und kompromißlose Dialektstimme. Ein Glücksfall für jeden, der kein Bayrisch versteht.


Ringsgwandl hat der Pop-Welt schon einige skurille Kostbarkeiten geschenkt. Dabei war und ist er sowohl musikalisch (vom Chanson über Rock bis zum Landler) als auch textlich (von eher platten Karrikaturen der Mountain-Bike-Gesellschaft über kitschige, aber funktionierende Liebeslieder bis hin zu bissigen, treffenden Satiren) gar nicht so einfach einzuordnen. Sowohl auf seinen CDs als auch live spielt er gerne den Clown - aber einer, der eigentlich alles sein möchte, bloß kein fröhlicher, berechenbarer Clown.

'Staffabruck' unterscheidet sich stark von diesen früheren und z.T. auch späteren Platten. Hier ist Ringsgwandl einfach nur leise, persönlich und ehrlich. So manches Mal läuft einem ein Schauer über den Rücken ('Kneisl') oder man hat seine Oma vor Augen, die nicht immer die 'liebe Oma' war. Hier läßt Ringsgwandl den Clown im Schrank, die sonst so witzige Spielerei mit Identitäten unterbleibt, hier wird er direkt. Und das Endergebnis ist eines der schönsten ruhigen deutschen CDs der letzten Jahre.



http://www.megaupload.com/?d=S1JB66B6


Vogelwild (1992)

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[i]Inhalt:[/i]
Wia de Johr vorbeigehn
Sekt
Apokalypse Berlin
Hühnerarsch, sei wachsam
Der Stau
Schöne Frau
Zeitalter der Toagbatzen
Hoaße Nudl
Arme, oide Bedienung
Sechse in der Früh
Professor
Kasperl oder Genie

http://www.megaupload.com/?d=I0PLDGBU
Passwort: Ringsgwandl


Alte Reisser - Verreckte Geschichten

Cover

Die CD "Alte Reisser - Verreckte Geschichten" konzentriert sich mehr auf die kabarettistischen Qualitäten Georg Ringsgwandls - und die sind, mit Verlaub, denen des Rockmusikers um ein wenig voraus, vielleicht sogar um noch etwas mehr. Nicht zuletzt die medizinische Vor-Karriere des wie ein Hofnarr unserer Zeit daher kommenden, in seinem 57. Lebensjahr stehenden Satirikers befähigt ihn zu einem klaren Blick und schonungslosen, nichstdestoweniger sehr komischen Zustandsbeschreibungen und Abrechnungen. Ob er sich über Orthopäden, dämliche Handy- Gespräche, Kaffeefahrten, Restmüllbehandlung, Tiroler Rundfunk, Fußball als Trinkersport oder allgemein nachvollziehbare Urlaubserinnerungen ausläßt: bei Ringsgwandl bleibt kein Augenwinkel trocken. Ringsgwandl ist unwiderstehlich - das Lachen über seine Geschichten herzlich. Schlecht drauf? Ringsgwandl hören!

http://www.megaupload.com/?d=DMHKYP1G
 
 
Weltenbummler
11 April 2007 @ 23:55
Txalaparta: Lezao
mit Dank an L'ARBRE DE LES 1000 MUSIQUES

Cover Cover

Da ich nur Rezensionen zu der Nachfolge-CD gefunden habe, als Eindruck diese:
„Dan_txa“, der dritte Teil eines Txalaparta Projektes (Lezao 1994 – Ten 1998), ist das Zusammentreffen des Akkordeonvirtuosen Tomás San Miguel mit der baskischen Txalaparta Gruppe Ttukunak und dem Schlagzeuger, Perkussionisten und Koproduzenten dieser CD, Marlon Klein, Gründungsmitglied der legendären deutschen Weltmusikpioniere Dissidenten.
Auf „Dan_txa“ vereinen sich alte, ethnische Aspekte der Tanzmusik und baskische Rhythmen mit aktuellen und futuristischen Sounds. Akkordeon, Txalaparta, Perkussion und andere Instrumente werden in einer ästhetisch und klanglich einzigartigen Weise miteinander verbunden.
Der Begriff „Dan_txa“ ist eine Wortschöpfung, welche die beiden Wörter „Danza“ (Tanz) und Txalaparta (baskisches Perkussioninstrument) vereint, und ist eine Hymne an die Tanzmusik, in der die Txalaparta sich mit Rhythmen aus verschiedenen kulturellen Quellen verbindet und dabei innovative neue Mischungen kreiiert wie z.B. Ethno-Txalaparta, Baiao-Txalaparta, Samba-Txalaparta, Fandango-Txalaparta, Trikitixa-Trance-Txalaparta, Bertso-Txalaparta, Chillo Out-Txalaparta, etc.
Hinter dem Treffen dieser Musiker liegt ein langer Prozess der Meditation und Reflektion und eine Ansammlung verschiedenster Erfahrungen. Tomás San Miguel – Komponist aller Stücke – hat viele Jahre zugebracht, die Reife in seinem Stil zu erlangen, und hat dies abseits der verschiedenen musikalischen Etiketten oder Markttendenzen mit viel Geduld und in Ruhe gemacht.
Txalaparta ist ein primitiver baskischer Rhythmus der auf dem Klang basiert, der beim Schlagen mit Holzstöcken auf Holz-, Stein oder Metallplanken, die auf einem Ständer liegen, entsteht. Man sagt, dass der Sound entstand, um das Galoppieren eines Pferdes zu imitieren. In den letzten Jahren sind die Rhythmischen Formen auf innovative Weise erweitert worden.


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http://www.mediafire.com/?entmhyjlnjh
 
 
Weltenbummler
11 April 2007 @ 00:55
Dhafer Youssef: Electric Sufi
mit Dank an L'ARBRE DE LES 1000 MUSIQUES

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Der Komponist, Vokalist und Oud Spieler Dhafer Youssef wurde 1967 in Teboulba in Tunesien geboren. Mit etwa sieben Jahren begann er im Ensemble seines Grossvaters zu singen und in dieser Zeit begann seine musikalische Verwurzelung in der islamischen Mystik, in der Sufi Tradition, die für ihn bestimmend wurde. Musik rückte in das Zentrum seines Lebens: " Musik ist mein Kugelschreiber, mein Atem, mein Benehmen, Musik ist das Leben" sagte er in einem Interview mit der Wiener Zeitung. 1960 kam Dhafer Youssef nach Wien und hatte dort bald Gelegenheit mit Musikern aller Musikrichtungen zu experimentieren. Er traf auf den tabla Meister Jatinder Thakur, spielte mit Wolfgang Puschnig, Achim Tang, Christian Muthspiel, 1993 gründete er sein erstes eigenes Ensemble, produzierte eine erste CD, gab Konzerte mit Sainkho Namshilak, Linda Sharrok, Nguyên Lê, Faouzeli Chekeli, Iva Bittova, Renaud Garcia-Fons, Tom Cora, Paolo Fresu - eine erlesene Liste hochinteressanter Musiker der neuen Generation.
1997 wurde er zum Festival de la Medina in Tunesien eingeladen, es folgte das International Festival de Carthage und nun öffnen sich die Türen zu zahlreichen grossen Konzerten von Tbilissi bis Brüssel, von Sarajewo bis Berlin.


Nur selten gehen Tradition und Moderne eine so glückliche Verbindung ein wie in der Musik des tunesischen Oud-Spielers Dhafer Youssef. Nichts gegen Anouar Brahem und Rabih Abou-Khalil - aber Youssef scheint mir von den dreien das größte Kommunikationstalent zu besitzen. Und das nicht nur, weil er am wenigsten vor westlichen, elektronischen Sounds zurückschreckt, sondern ironischerweise, weil er sich gerade angesichts einer ihm potenziell fremden Umgebung am stärksten an seine aus der islamischen Sufi-Tradition gespeisten Wüstenklänge hält.
So "humanisieren" und kontrapunktieren die Wärme der Gesangsstimme und der Laute Youssefs, der Bansuri (Bambusflöte) Deepak Rams und des Kontrabasses von Dieter Ilg die fast schon tiefgefrorenen Töne aus Markus Stockhausens Trompete sowie die aus der Retorte stammenden Ambient-Klänge, die verschiedene Mitwirkende gelegentlich dezent einfließen lassen.
Als wichtige Mitarbeiter Youssefs wären noch zu nennen: der Gitarrist Wolfgang Muthspiel, der E-Bassist Doug Wimbish, der Schlagzeuger Will Calhoun und besonders der subtile Perkussionist Mino Cinelu, die allesamt erstaunlich zurückhaltend agieren. Genau das Richtige für Hörer, welche ausgetretene Bahnen verlassen möchten, ohne ihre musikalischen Ansprüche herunterzuschrauben.


Letztendlich hat mich die Musik des Anouar Brahem Trio mehr in ihren Bann gezogen als Dhafer Youssef.
Faszinierend wenn Trompete und Laute oder Trompete und Youssefs Stimme über lange Passagen absolut synchron spielen, dann wirkt auch diese Musik ähnlich hypnotisierend wie die Stücke des Anouar Brahem Trio.
Was ich etwas schade finde, ist, dass auch die Percussion-Instrumente überwiegend elektronisch sind. Das macht meiner Meinung nach den feinen Unterschied.



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Weltenbummler
11 April 2007 @ 00:44
Richard Bona: Munia (The Tale)
mit Dank an L'ARBRE DE LES 1000 MUSIQUES

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Es gibt Musiker, die zwar zu den besten ihres Fachs zählen, deren Name aber trotzdem kaum bekannt ist. Ein solcher Fall ist z.B.der in Kamerun geborene Richard Bona, der als Bassist in den letzten zehn Jahren zu den gefragtesten Begleitern der Pop- und Jazz-Szene aufgestiegen ist. Ob Harry Belafonte, oder Paul Simon, ob Larry Coryell oder Herbie Hancock, ob Chick Corea oder George Benson sie alle haben live oder im Studio von der exzellenten Kunst dieses eleganten Instrumentalisten profitiert. Dass der Mann, der 1989 nach Paris ging und seit 1995 in New York lebt, aber weit mehr zu bieten hat als virtuose Bass-Läufe das weiß man erst, seitdem er vor 5 Jahren sein erstes Solo-Album veröffentlichte. Was er damals auf Scenes from my life begann, setzt er jetzt auf seinem neuen Werk Munia fort.

Mit warmer Stimme und einer Vielzahl von Instrumenten wie Gitarre, Keyboards oder Percussion spielt sich Richard Bona auf Munia durch diverse musikalische Genres: von Nummern mit einem eindeutig afrikanischen Groove über Bossa Nova bis zu herzzereißenden Balladen reichen die Einflüsse. Dass das alles nicht zur Beliebigkeit verkommt, dafür sorgen die abwechslungsreichen Arrangenments und das absolute Händchen für eingängige Melodielinien, die der Autodidakt im Laufe der Jahre entwickelt hat. Und mit Gästen wie dem phantastischen Sänger Salif Keita aus Mali setzt Bona noch ein besonderes I-üpfelchen auf seine wunderschönen Songs.

Spätestens mit diesem Album sollte sich Richard Bona auch als Komponist und Sänger einen ganz eigenen Namen gemacht haben.


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Weltenbummler
11 April 2007 @ 00:30
Bajofondo Tango Club
mit Dank an L'ARBRE DE LES 1000 MUSIQUES


Bajofondo Tango Club ist ein argentinisch-uruguayische Electrotango-Projekt der Produzenten und Musiker Gustavo Santaolalla und Juan Campodónico aus der Region um den Río de la Plata. Bajofondo ist die wörtliche Übersetzung von Untergrund, das Wort existiert jedoch im Spanischen so nicht.

Die Gruppe hat es sich zum Ziel gesetzt, den Tango aus dem Blickwinkel aktueller Musikrichtungen wie Trip Hop, House, Chill Out und Drum'n'Bass zu interpretieren. Auf dem ersten, schlicht Bajofondo Tango Club betitelten Album befinden sich Songs verschiedener Musiker, die alle von den beiden Gründern des Projekts produziert wurden. Das Album wurde 2003 mit einem Latin Grammy in der Kategorie "Best Pop Instrumental Album" sowie mit dem argentinischen Musikpreis Premio Gardel in der Sparte "Dance/Electronica" ausgezeichnet.


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